AHLEN, 02.04.2026
Krieg im Nahen Osten lässt Energiehandelspreise an den Börsen steigen – Stadtwerke Geschäftsführer Dr. Alfred Kruse verweist auf stabile Preise dank langfristiger Beschaffung
Frage: Herr Dr. Kruse, der Krieg im Nahen Osten bewegt aktuell die Energiemärkte. Müssen sich die Menschen in Ahlen jetzt auf steigende Preise einstellen?
Dr. Kruse: Aktuell nicht. Die Preise für Strom und Gas bleiben stabil, so wie es mit unseren Privat- und Geschäftskunden vereinbart ist. Unsere Kundinnen und Kunden spüren die Ausschläge an den Märkten derzeit nicht.
Frage: Woran liegt das?
Dr. Kruse: Wir beschaffen Energie nicht kurzfristig, sondern über längere Zeiträume hinweg. Der Beschaffungsprozess wird bei uns intern begleitet von klar definierten Einkaufsabläufen. Auch bewerten wir in Geschäftsführung, Energieeinkauf und Controlling die Entwicklungen an den Märkten laufend. Diese vorausschauende Strategie sorgt dafür, dass Preissteigerungen oder -spitzen nicht sofort bei den Haushalten ankommen. Das zahlt sich jetzt aus.
Frage: Was raten Sie Kundinnen und Kunden angesichts der Lage?
Dr. Kruse: Vor allem: Ruhe bewahren. Es gibt keinen Anlass für vorschnelle Anbieterwechsel. Erste Anbieter erhöhen ihre Preise bzw. ziehen sich vom Markt zurück. Wer bei den Stadtwerken Ahlen ist, hat einen verlässlichen Partner vor Ort, der die Menschen versorgt, auch in schwierigen Zeiten. Wir sind aktuell gut mit Strom und Gas ausgestattet. Unsere Tarife bieten stabile Preise und Planungssicherheit für unsere Kundinnen und Kunden.
Frage: Können Preise mittelfristig steigen, wenn der Konflikt lange anhält?
Dr. Kruse: Wir beobachten die Entwicklung sehr genau. Sollte der Konflikt länger anhalten und wichtige Transportwege für Flüssigerdgas weiter beeinträchtigt bleiben, könnten sich höhere Preise an den Energiemärkten auf längere Sicht halten. Dann müssten wir diese Entwicklung zeitversetzt in unserer Kalkulation berücksichtigen. Für Kundinnen und Kunden mit laufenden Festpreisverträgen gilt die vereinbarte Preisgarantie weiterhin.
Frage: Was tun die Stadtwerke Ahlen, um sich unabhängiger von internationalen Krisen zu machen? Dr. Kruse: Wir treiben die Energiewende in Ahlen mit dem Ahlener Weg 2030 und unserer Dekarbonisierungsstrategie gezielt voran. Wir bauen Photovoltaik aus, sind an Windkraft beteiligt und stärken unser Stromnetz, damit mehr erneuerbare Energie vor Ort genutzt werden kann. So stärken wir die Versorgung hier in Ahlen und machen die Region Schritt für Schritt unabhängiger von Importen und internationalen Krisen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Päckert, Öffentlichkeitsarbeit
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